«Mit Bewegung zu mehr Konzentration und innerer Ruhe.»
Was sind frühkindliche Reflexe?
Frühkindliche Reflexe sind automatische Bewegungsmuster, die während der Schwangerschaft, für den Geburtsverlauf und für die allgemeine Entwicklung wichtig sind. Bekannte Beispiele sind der Saugreflex, der Greifreflex oder der Moro-Reflex. Unter optimalen Bedingungen werden diese Reflexe während der frühkindlichen Hirnreifung zunehmend gehemmt und in komplexere, willkürliche Bewegungsprogramme integriert. Manchmal bleiben Frühkindliche Reflexe aber auch aktiv – länger als vorgesehen und benötigt.
Reflexintegrationstraining für Kinder und Erwachsene
Wie beeinflussen uns noch aktive, frühkindliche Reflexe?
Dies kann sich sehr unterschiedlich zeigen. Hier einige Beispiele:
Motorik und Koordination:
Probleme mit der Grob- oder Feinmotorik (z. B. ungeschickte Bewegungen, häufiges Stolpern)
Schwierigkeiten stillzusitzen oder das Umwickeln der Füße um die Stuhlbeine als Kompensation
Probleme beim Überkreuzen der Körpermitte
Schlechte Stifthaltung oder verkrampfte Hand beim Schreiben
Lernen und Konzentration:
Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben oder Rechnen
Wahrnehmung:
Rasche Reizüberflutung, Lärm- oder Lichtempfindlichkeit (besonders bei aktivem Moro-Reflex)
Schlechte Unterscheidung zwischen rechts und links
Verhalten und Emotionen:
Geringe Frustrationstoleranz und/oder häufige Wutanfälle
emotionale Überreaktionen
Unsicherheit und mangelndes Selbstwertgefühl
Innere Unruhe – ohne erkennbaren Grund
Stressanfälligkeit
Erschöpfung trotz ausreichend Schlaf
Durch gezielte, sanfte Bewegungsübungen werden die aktiven Reflexmuster nachträglich integriert. Das Nervensystem bekommt die Möglichkeit, einen Entwicklungsschritt «nachzuholen» – in seinem eigenen Tempo.
Die Wirkung ist oftmals tiefgreifend: mehr Ruhe, mehr Leichtigkeit, mehr Gleichgewicht – von innen heraus.
Reflexintegration ist kein schnelles Rezept. Es ist ein Prozess – behutsam, individuell und nachhaltig.
Wie hilft Reflexintegration?